swb Wasser

swb Wasser
  • Woher kommt unser Trinkwasser?
  • Für Bremen beziehen wir 80 Prozent des Trinkwassers aus niedersächsischen Grundwasserwerken, 20 Prozent werden durch Eigenförderung unseres Grundwasserwerks in Blumenthal abgedeckt.

    Den Trinkwasserbedarf in Bremerhaven decken wir zu 100 Prozent aus unseren Grundwasserwerken in Wulsdorf, Leherheide, Langen und Bexhövede. Aus denselben Quellen versorgen wir die Stadt Langen sowie die Ortschaften Bexhövede und Insum mit Trinkwasser.

    Wasserwerke

  • Wie teilen sich die Trinkwasserkosten in meinem Haus auf?
  • swb stellt für jedes versorgte Gebäude einen geeichten Wasserzähler für die Wasser- und Abwasserverrechnung zur Verfügung. Die am Wasserzähler periodisch ablesbaren Werte werden sowohl der Verrechnung des bezogenen Trinkwassers, als auch der Verrechnung des entsorgten Abwassers zugrunde gelegt.

    swb rechnet die gemessenen Mengen dann mit ihrem Versorgungspartner ab. Das kann der Gebäudeeigentümer, eine Eigentümergemeinschaft oder eine Wohnungsverwaltung sein. In Mehrfamilienhäusern werden Sie dann die Aufteilung der gesamten Wasser- und Abwasserkosten auf die Wohneinheiten aufteilen, häufig durch Aufschlüsselung auf die Nutzflächen, die zuzuordnen sind.

    Ist eine Abrechnung nach Wohneinheiten gewünscht, bietet swb an, diese mit geeigneten Wohnungswasserzählern auszurüsten, sofern das technisch möglich ist. Somit bekommt jeder Mieter oder Eigentümer eine individuelle Abrechnung und einen genauen Überblick über den Wasserverbrauch. Es wird nur dafür bezahlt, was auch verbraucht wird, und die Aufteilung der Wasserkosten kann komplett entfallen.

  • Wonach richtet sich meine Zählergöße?
  • Zu gering dimensionierte Wasserzähler können unter bestimmten Betriebsbedingungen zu Druckmangelerscheinungen führen. In mehrgeschossigen Gebäuden kann es hierdurch in den höher gelegenen Etagen zu einem Druckabfall kommen, technische Geräte, die einen bestimmten Eingangsdruck benötigen, würden nicht mehr funktionieren. Die Forderung, dass Trinkwasser jederzeit und in ausreichender Menge sowie mit genügendem Druck an jeder Übergabestelle zur Verfügung stehen muss, wäre nicht mehr erfüllt. Wasserzähler decken einen bestimmten Messbereich ab. Fehler bei zu geringer Entnahme oder bei höheren Entnahmen, sowie ein geringes Nachlaufen des Zählers gleichen sich auf die gesamte gemessene Wassermenge bezogen aus. Ein kurzer Nachlauf eines Flügelradzählers ist geräteseitig völlig normal. Das Trinkwasser steht in der Leitung unter einem Druck von ca. 3 bar. Bei der Entnahme entspannt sich dieser Druck. Wird die Entnahme beendet, muss dieser Druck in der Leitung erst wieder aufgebaut werden. Der Zähler läuft scheinbar weiter.
  • Welche unterschiedlichen Zähler gibt es überhaupt, wann nehme ich welchen?
  • Der Großteil der eingesetzten Wasserzähler sind sogenannte Flügelradzähler. Die Bauart dieser Zähler ist ursächlich für bekannte Messcharakteristika. Die Zähler werden im Messbereich Qmin (minimaler Durchfluss in m3/h) bis Qmax (maximaler Durchfluss in 
    m3/h (Qmax = 2 * Qn)) eingesetzt und durch den Nenndurchfluss Qn unterschieden. Hinsichtlich ihrer messtechnischen Eigenschaften werden Wasserzähler metrologischen Klassen (A, B, C) zugeordnet. Für Zähler < 15 m3/h gilt:

    Metrologische Klasse

    Qn 2,5

    Qn 6

     A

    Qmin = 0,1 m3/h Qmin = 0,24 m3/h
    Qt = 0,25 m3/h Qt = 0,60 m3/h

     B

    Qmin = 0,05 m3/h Qmin = 0,12 m3/h
    Qt = 0,20 m3/h 1 Qt = 0,48 m3/h

     C

    Qmin = 0,025 m3/h Qmin = 0,06 m3/h
    Qt = 0,0375 m3/h Qt = 0,09m3/h

    1 Qt = Übergangsdurchfluss in m3/h (Er trennt die untere von der oberen Arbeitsbereichsgrenze eines Zählers.)

    Unterhalb des minimalen Durchflusses Qmin liegt der sogenannte Anlaufdurchfluss. Dieser muss mindestens erreicht werden, damit der Zähler überhaupt misst. Bei Zählern der Größe Qn 2,5 liegt dieser bei ca. 5 l/h, bei Zählern der Größe Qn 6 bei ca. 12 l/h. Durchflüsse, die größer sind als der Anlaufdurchfluss aber kleiner als der minimale Durchfluss werden zu gering erfasst. Dies ist Ursache für die sogenannten Schleichverluste (es läuft mehr Wasser durch den Zähler, als angezeigt wird).

    Werden mehrere Zähler, beispielsweise für Verteilrechnungen eingebaut (ein Hauswasserzähler mit mehreren Zwischenzählern) sind Abweichungen in den gemessenen Verbräuchen nicht ungewöhnlich. Unterschiedliche Belastungsbereiche der Zähler, Einbau von Zählern unterschiedlicher metrologischer Klassen, die für jeden Zählertyp zugelassenen Fehlergrenzen und unter Umständen deren Addition sind die Ursachen hierfür. Gegebenenfalls sind Einzelfallprüfungen der Zähleranlage erforderlich, wenn die Abweichungen zu groß sind.
    Bei dem Einsatz von Wasserzählern kann es hinsichtlich des Anwendungsbereiches zu Überschneidungen kommen, da die Arbeitsbereiche der Zähler teilweise eng beieinander liegen. An der oberen Arbeitsbereichsgrenze eines Zählers der Größe Qn 2,5 kann auch schon ein Zähler der Größe Qn 6 eingesetzt werden. Überschreitet der maximale Durchfluss eines Zählers der Größe Qn 2,5 auch nur geringfügig die Messbereichsobergrenze muss ein Zähler der Größe Qn 6 eingebaut werden.

  • Wie wird die Zählergröße festgelegt und durch wen?
  • Die Ermittlung der zu installierenden Zählergröße erfolgt nicht willkürlich durch swb, sondern anhand der geltenden technischen Regelwerke (DVGW-Arbeitsblatt W 406, DIN-Norm DIN 1988 Teil 3) und einer Leistungsberechnung durch einen Installateur.
    Die erforderliche Zählergröße wird gemäß Regelwerk anhand ausgewählter Kriterien wie beispielsweise der Anzahl der anzuschließenden Wohneinheiten, der Art der WC-Spülkästen, der Anzahl der Zapfstellen im Gebäude, der Installationselemente und -geräte, der Gebäudeart sowie der Nutzung des Gebäudes durch einen Installateur ermittelt.
    Die Zählergröße ist so zu wählen, dass auch zu erwartende Spitzendurchflüsse, die mehrmals täglich auftreten können, sicher gemessen werden können und die Messeinrichtung nicht überlastet oder beschädigt wird.

    Wasserzähler unterliegen der Eichpflicht. swb ist verpflichtet, nur geeichte Zähler einzubauen. Nach Ablauf der Eichgültigkeit werden die Zähler ausgebaut und gegen neue geeichte Wasserzähler ausgetauscht. Die Eichgültigkeit von Wasserzählern kann durch eine sogenannte Losprüfung in ihrer Gültigkeit um drei Jahre verlängert werden, ohne dass der Zähler hierfür ausgebaut werden muss. Aus der Anzahl der insgesamt in einem Jahr auszutauschenden Zähler wird eine Stichprobe auf Einhaltung der Fehlergrenzen hin überprüft. Bestehen alle geprüften Zähler der Stichprobe diese Prüfung, darf die Eichgültigkeit aller auszutauschenden Zähler gleicher Art und Bauweise um drei Jahre verlängert werden. Jeder Wasserzählergröße ist ein bestimmter Belastungsbereich zugeordnet, innerhalb dessen die Messwertabweichungen der Zähleranzeige die zulässigen Fehlergrenzen nicht überschreiten dürfen. Die Genauigkeitsmessung wird durch das Eichgesetz geregelt und von den Eichbehörden durchgeführt. Die zulässigen Eichfehlergrenzen liegen im unteren Arbeitsbereich bei ± 5 %, im oberen Arbeitsbereich bei ± 2 %.
  • Wer ist für eine korrekte Messung der verbrauchten Wassermenge verantwortlich?
  • Gemäß AVBWasserV hat das Wasserversorgungsunternehmen (swb) dafür Sorge zu tragen, dass eine einwandfreie Messung der gebrauchten Wassermenge gewährleistet ist. Es bestimmt Art, Zahl und Größe sowie Anbringungsort der Messeinrichtungen (Wasserzähler). Ebenso ist die Lieferung, Anbringung, Überwachung, Unterhaltung und Entfernung der Messeinrichtungen Aufgabe des Wasserversorgungsunternehmens. Es hat den Eigentümer anzuhören und dessen berechtigte Interessen zu wahren.
    swb ist verpflichtet, auf Verlangen des Eigentümers die Messeinrichtungen zu verlegen, wenn dies ohne Beeinträchtigung einer einwandfreien Messung möglich ist. Der Eigentümer ist gemäß AVBWasserV verpflichtet, die Kosten hierfür zu tragen.
  • Warum werden zur Aufbereitung von Trinkwasser Aufbereitungsstoffe verwendet?
  • In Bremen und Bremerhaven wird das Trinkwasser zu 100 Prozent aus Grundwasser gewonnen. Die bei der Aufbereitung verwendeten Aufbereitungsstoffe entfernen unerwünschte Stoffe aus dem Grundwasser wie beispielsweise Eisen und Mangan und verhindern eine Veränderung der Trinkwasserbeschaffenheit auf dem Weg zum Kunden.
  • Welche Stoffe werden zur Aufbereitung von Trinkwasser in Bremen und Bremerhaven verwendet?
  • Bremen:

    Versorgungsbereich 1 - Bremen-Nord

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan
    • Anthrazit zur Entfernung von Partikeln
    • Sauerstoff zur Oxidation
    • Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes

    Versorgungsbereich 2 - Bremen-Stadt

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan
    • halbgebrannter Dolomit zur Einstellung des pH-Wertes
    • Eisen-(III)-chloridsulfat zur Flockung, Fällung
    • Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes

    Versorgungsbereich 3 - Mahndorf

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan
    • Eisen-(III)-chloridsulfat zur Flockung, Fällung
    • Calciumhydroxid (alternativ Natriumhydroxid) zur Einstellung des pH-Wertes

    Versorgungsbereich 4 - Tenever

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan

     

    Bremerhaven:

    Wasserwerk Langen

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan

    Wasserwerk Leherheide

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan
    • Mononatriumdihydrogenphosphat und Natriumpolyphosphat zur Hemmung der Korrosion
    • halbgebrannter Dolomit zur Einstellung des pH-Wertes

    Wasserwerk Wulsdorf

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan
    • Calciumhydroxid (Weißkalkhydrat) zur Einstellung des pH-Wertes

    Wasserwerk Bexhövede

    • Quarzsand und Quarzkies (Siliziumoxid) zur Entfernung von Eisen und Mangan
    • Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes
    • Mononatriumdihydrogenphosphat und Natriumpolyphosphat zur Hemmung der Korrosion
  • Wird das Trinkwasser in Bremen und Bremerhaven gechlort (desinfiziert)?
  • Nein. Das Bremer und Bremerhavener Trinkwasser ist mikrobiologisch von so guter Qualität, dass es nicht desinfiziert werden muss.
  • Ist die Verwendung von Aufbereitungsstoffen zulässig?
  • Ja und der Gesetzgeber hat hierfür strenge Regelungen erlassen.

    Zur Aufbereitung von Trinkwasser dürfen nur Aufbereitungsstoffe gemäß § 11 der Trinkwasserverordnungverwendet werden, die vom Bundesministerium für Gesundheit in einer Liste im Bundesgesundheitsblatt bekannt gemacht worden sind. Diese „Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 Trinkwasserverordnung 2001“ wird vom Umweltbundesamt geführt.

    Die Aufnahme von Stoffen in dieser Liste erfolgt nur, wenn die Stoffe hinreichend wirksam sind und keine vermeidbaren oder unvertretbaren Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt haben.

  • Sind Bleirohrleitungen schädlich für mich?
  • Bleihaltiges Trinkwasser kann besonders bei Kindern zu Gesundheitsschäden führen. Gerade in Altbauten sind noch häufig Bleirohre zu finden.

    Die Trinkwassernetze von swb in Bremen und Bremerhaven sind hingegen einwandfrei. Bleirohre haben bei uns längst ausgedient. Bleihaltiges Trinkwasser kann besonders bei Kindern zu Gesundheitsschäden führen. Sie finden jedoch gerade in Altbauten noch Bleirohre für die Trinkwasserversorgung.

    Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr Trinkwasser mit Blei belastet ist, testet swb das zu einem günstigen Preis. Wenden Sie sich dafür bitte an das swb-Kundencenter Bremen oder an das swb-Kundencenter Bremerhaven.

  • Muss ich in meiner Waschmaschine Entkalker benutzen?
  • Das Trinkwasser in Bremen und Bremerhaven ist weich und enthält nur wenig Kalk, der die Wäsche hart macht und der Waschmaschine auf Dauer schadet.

    Da die meisten Waschmittel ohnehin Entkalker enthalten, können Sie in beiden Städten auf weitere Zugaben verzichten. Der exakte Härtegrad Ihres Trinkwassers hängt davon ab, in welchem Stadtteil Sie wohnen; er ist in der Trinkwasserrechnung aufgeführt. Weder in Bremen noch in Bremerhaven geht das Trinkwasser über den Härtebereich 2 hinaus.

  • Wo kann ich einen Antrag auf Erstattung der Entwässerungsgebühr stellen?
  • Die Entwässerungsgebühr wird von swb mit abgerechnet, und zwar im Auftrag der hanseWasser Bremen GmbH, die für das Abwasser in Bremen zuständig ist. Fragen zu den Gebühren und Gebührenerstattungen beantwortet Ihnen die hanseWasser Bremen GmbH unter 0421 988–1111.

    Für Bremerhaven beantworten Ihnen die Fragen zu den Gebühren die Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB) unter 0471 9800–0.