Veranstaltungsreihen

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LeseArt

Das Projekt LeseArt veranstaltet Lesungen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Literatur. Das geschriebene Wort als Ausdruck von Kreativität findet hier seinen Platz. In Autorenlesungen sowie in szenischen Lesungen werden Gegenwartsliteratur und Klassiker in Prosa und Lyrik vorgestellt. Aufgegriffen werden auch aktuelle Themen der kulturellen Einrichtungen der Stadt, wie Theater, Kunsthalle, Hochschule für Künste und Musik. Literatur in ihrer unendlichen Vielfalt erleben und genießen, fremde Texte auf sich einwirken lassen und anschließend miteinander ins Gespräch kommen. Mehr zur Veranstaltungsreihe finden Sie auch hier. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.00 Uhr.

Veranstaltungsort:
swb-Kundencenter, 1. Etage, Am Wall/Sögestraße, 28195 Bremen
 

Termine

  • 24.05.2012, 19:00 Uhr - swb-Kundencenter, Am Wall/Sögestraße, 28195 Bremen

    Prof. Dr. Thomas Althaus berichtet "Von der Tücke des Objekts"

    Brille, Knopf oder Kleiderhaken: je unbedeutender ein solches Ding ist, desto mehr entwickelt es ein Eigenleben, das seinen Besitzer fuchsteufelswild macht. Das ist die sprichwörtlich gewordene "Tücke des Objekts".

    Besonders die kleinen Dinge, die das Leben eigentlich erleichtern sollen, haben es ihm böse angetan. Der verhinderte Held in Friedrich Theodor Vischers humoristischem Roman "Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft." (1879) ist ein Pechvogel durch und durch. Vischers Roman, heute fast vergessen, damals ein Erfolg, ist wiederzuentdecken. Mit seinem Kult um die Stolpersteine und Fußfallen der Normalität widersetzt er sich der historischen Stimmung, in der das neue Deutsche Reich von 1871 große Geschichte schreiben will. Gefragt wird aber auch nach dem Unverhältnis von Ideologien und überhaupt von Sinnsystemen zu den Nöten im Konkreten. Und es geht um die technische Überlegenheit des modernen Lebens, von der so viel die Rede ist, während es seine Umstände doch nie richtig in den Griff bekommt.

    Prof. Dr. Thomas Althaus lehrt seit 2005 Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bremen. Mit einer Mitarbeiterin bereitet er eine Neuedition von Vischers Roman vor.



  • 21.06.2012, 19:00 Uhr - swb-Kundencenter, Am Wall/Sögestraße, 28195 Bremen

    Irene Kleinschmidt liest "Fräulein Else"

    Zum 150. Geburtstag von Arthur Schnitzler.
    Arthur Schnitzler, Arzt, Dramatiker und Schriftsteller wurde 1862 in Wien geboren (†1931). Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der "Neuen Wiener Schule" zwischen 1890 und 1920.

    Schnitzlers Dramen und Erzählungen sind von seinem großen Interesse an der Psyche des Menschen geprägt. Im Widerspruch zur damaligen öffentlichen Moral analysiert er drastisch und unmittelbar das Triebleben seiner Figuren, was immer wieder Skandale auslöste. Durch seine Erzähltechnik des "Inneren Monologs" lässt er seelische Zustände sichtbar werden. Sigmund Freud schrieb 1922 zu seinem 60. Geburtstag: "… dass Sie durch Intuition - eigentlich aber in Folge feiner Selbstwahrnehmung - alles das wissen, was ich in mühseliger Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe… im Grunde ihres Wesens sind sie ein psychologischer Tiefenforscher".

    "Fräulein Else" (1924) ist Schnitzlers zweite "Monolognovelle". Hier wird das Schicksal einer jungen Frau geschildert. Von der Mutter beauftragt, soll sie den verschuldeten und vor dem gesellschaftlichen Aus stehenden Vater durch das Aufbringen von 30.000 Gulden vom Herrn von Dorsday retten. Else gerät in einen tiefen inneren Konflikt und ist verzweifelt …

    Aus "Fräulein Else" liest die Schauspielerin Irene Kleinschmidt, Goethetheater Bremen.



Das Frühjahrsprogramm 2012